bedenklich

Mittwoch, 26. September 2007

Müde.

Und ebenso voller Gedankenstrudel, die keine Reihe finden.
So bin ich in einem Kreuzverhör mit mir selbst: Was soll ich in der
Hochglanzillustrierten lesen. Darin ist alles so anders schön.

Ich finde mich nicht. Dort.
Nicht mehr in seinen Augen.

Samstag, 15. September 2007

Prozessoptimierung.

Ich gehöre zum HUMAN Kapital, eine Ressource mit eigensinniger Selbstoptimierungsfunktion.
Dabei ist Mensch sein so viel mehr (glaube ich).

Ich schwöre: Für immer UN*BERRECHEN*BAR.
Transparente Unscharfheit des menschlichen Seins.
:).

Freitag, 26. Januar 2007

Stichpunktstich

ich weiß grad nicht wo lang.ich weiß grad nicht in welcher richtung vorwärts ist.

- endlich/endlos im schokoladenrestaurant rausch einen tisch reservieren und essen gehen (berlin - was sonst)
- endlich/endlos ein klassischen konzert besuchen - in dessen tönen ich fließen kann (und ich könnte endlich mal ein paar schicke schuhe anziehen - frau sein -irgendwas duftiges)
- endlich/endlos den akku meiner kamera finden (oder einen neuen kaufen, weil der bisherige sowieso verschollen ist)
- endlich/endlos schlitten fahren und in pures weiß fallen mit meiner seele und auch sowieso
- endlich (nicht endlos -ich mag dieses amt nicht mit türen in endlosen gängen - meinen pass abholen
- endlich/endlos schreiben (sonst verfang ich mich endenlos in den gedanken bahnen und komm nicht wieder raus.
- endlich/endlos in ruhe lesen
- unendliche meersehnsucht
- endlich/endenlose zeit finden - raus gehen, hinsetzten und malen ohne zu fragen, ob es den nun irgendeinem geschmack oder vorgaben geht, es grad passt - was die welt so dreht - bewußt sein - nichts anderes wollen
- endlich endlos ...

ich weiß grad nicht wo lang.ich weiß grad nicht in welcher richtung vorwärts ist.


anna netrebko hör ich singen - es ist schön - ob ich daraus schwung finde? minus 7 grad - ich werde den schnee nicht beschreiben auch das schneepflugfahrzeug nicht,die müllabfuhr nicht, die sonnenstrahlen, die sich in schneekristallen verfangen, den leisen wind, die wärme des tees in der tasse, meinen klammen finger beim autoscheiben eis weg kratzen heute morgen. ich werde d a s nicht schreiben der text ist anfanglos banal. endlos sehnen nach dem was nicht ist. die skiline von Frankfurt am Main, wenn man mit dem ICE im bahnhof ankommt, der ein kopfbahnhof ist wie ... leipzig - auch nicht, wie sich wind anfühlt, während sich zwei küssen oben auf einem berg, nicht über ein motorengeräusch beim beschleunigen und lufthansatüten (mir wird nicht schlecht - ich liebe es - drei sekunden vor gefährlich JA) nicht über eine neunköpfige, ital. familie am nebentisch in einem grell überstiltem restaurant und nicht über meine erinnerungen an florenz (das ist vergangen) und wein brennend im abgang (zu brennig) darüber werde ich nicht schreiben auch nicht über das was ich fühl - wie blöd ich mir vorkomme mit dieser herzdusselei und dem sehnen nach - während es kinderhopize gibt oder suppenküchen oder weil ich ein mir "geht es recht gut mensch" bin, nicht über einen broker am laptop der scheinbar bestimmt - was wert hat und was nicht, auch nicht meine ängste, dass inzwischen über eine mitfühlenden web 3,0 nachgedacht wird oder auch nicht über einen bratschenspieler, der eine notenzeile probt für sein erstes abendkonzert ... ich weiß grad nicht wo lang. ich weiß grad nicht in welcher richtung vorwärts ist. so beweg ich mich halt in keine und renn in irgendeine ... just like me.

p1010547
wswarteschleife

Freitag, 17. November 2006

fundstück

metallverlorengegangen
im lichtzwang
die menschen sind
gut - finde ich
nicht das
im inneren sucht
in deine arme möchte,
fang meine tränen
hab kein gefäß mehr,
das unterstellen mag
kein meer auf holzdielen,
bin ich kein schiff.

die rote vase wars
aus glas mit
abgesplitterten rand
lippen zerschneidet,
vase zu kelch. träumer.
in meinem gesicht
ein fundbüroangestellter
sieht gedanken nicht
wohl wollend ein wirklich
schönes stück so rot.
da können sie froh sein.
wieder gefunden.

so baue ich mir eine
opiumpfeife draus.

Samstag, 23. September 2006

lose gedanken ...

wenn du baren fußes auf der klinge tanzen möchtest dann kommt es auf die stellung des fußes zur geschliffenen schneide an und du verletzt dich nicht. stolpern, straucheln, kippen dann ausschließlich zwei varianten des falls: dir wachsen flügel oder du stürzt dich zu tode. für die erste solltest du lernen zu genießen für die zweite brauchst du das aufstehen.jetzt tanz - wir werden sehn, ob ich dich auffangen muss. (aus gespräche mit der mondin)


ich frage heute nicht nach dem sinn der dinge und beschließe zu schreiben wonach mir ist. dann schriebe ich nix. weil es keinen sinn machen würde. da war ein habicht am weiten blauen himmel, der gesellte sich zu herbstfarben und war ohne wolkengestobe ein himmel halt. soweit oben dachte ich und der vogel sah mich als maus viel zu groß vermutlich. das war meine rettung vor dem nadelspitzen schnabel den er in einem sturzflug einer maus, die auch faktisch eine war (also nach naturwissenschaftlichen merkmalen) - ins fleisch rammte. ich trank meinen kaffee halb liegend, halb sitzend und genoss die bedeutungslosigkeit, die ich nicht nur für den habicht angezogen hatte. das war ein absturz in den gedanken (i know - ja und) und dennoch zufrieden unter dem berauschenden blau des himmels zu sein nichts tun zu können. es klingelte und riß mich aus der gedankenbahnen. was mir recht war, denn die gedachten küsse, waren schon unterhalb meines bauchnabels. eine orgie war moralisch und nach der lektüre über lichtlieben und eva und adams verweis aus dem paradies nicht tragbar im moment. weil ich wollte sex. genauer betrachtet beschrieben, klingelte nicht es (obwohl wir alles jedes usw. eh ein teil der großen schlammmasse am anfang aller tage sind) sondern sie klingelt meine rotweingenossin und gesprächsgesellin mit einem einnehmenden matronenlächeln. mein tag bekam in dieser sekunde den sinn eines cafesbesuches mit anschließendem einkaufsbummel in der innenstadt. ich frage sie aus dem zusammenhang heraus, ob ihr der himmel schon aufgefallen wäre. nein wieso. der ist eh da.ich hatte wohl falsch gefragt oder besser: ist dir aufgefallen, dass der himmel heute anders ist als gestern?

ich erinner mich nicht an gestern. sprach die tante, während sie im bett sitzend vanille eis mit kamramellsoße löffelte. für mich war es somit sehr einfach sie mit einem eis, dass ich immer in eile beim mc-donalds - 200 m vom altenheim (halt falsch seniorenresidenz) sonnige herbstrose zu überraschen. ich mochte den geruch hier nicht. meine tante erinnerte sich jeden morgen, nicht mehr ans gestern. um meinem besuch einen sinn zu geben - dachte ich über ZEN buddhismus nach. meine tante war im jetzt. trug keine vergangenheit, ihre zukunft war hier eine pflegeverwahrung mit anschließenem sargschlafplatz und doch in ihrem geistigen nebeln, freute sich über jeden löffel wie ein kind, das noch an wunder glaubt. sie war gewindelt und spätestens d a s passte nicht in eine für manager aufbereitetes ZEN-seminar obwohl es den selben inhalt trug. theoretisch, zusammenhangfrei, lose gedanken.

gedankenlos kämmte sie ihr schulterlanges braunes haar vor dem spiegel trug sie ein hemdchen, das kurz über dem po endetet. er betrachtetet sie und verbot sich zu lieben obwohl er genoss. im inneren.

im inneren. ich denke schneller als ich schreiben kann. ein paar sekunden ruhe.die tante gibt es nicht, ebenso wenig die straßen der innenstadt es gibt nur den himmel und mich und meine gedanken oder könnte ich alles sein.ich bin alles. ich bin nichts.

genau das ist es meinte er, der coach. alles ist nicht und lassen sie es fließen, seien sie das, was sie sind. bleibt noch eine frage: wasn das fürn quatsch: ich weiß, dass das ein baum ist. ich weiß, dass das ein baum ist. keine sorge mein freund ist nicht verrückt er ist ein philosoph (aus erkenntnistheorien)

Dienstag, 15. August 2006

Im Gespräch sein ...

plötzlich war jeder Dackel ein bösartiger Bernhardiner ...

"Am 1. September erscheint die Autobiografie von Günter Grass "Beim Häuten der Zwiebel". Das Buch umfasst die Zeit vom Beginn des zweiten Weltkrieges bis zum Ende der fünfziger Jahre, kurz bevor sein Welterfolg "Die Blechtrommel" erschien. Auf knapp drei Seiten behandelt Grass auch ein Kapitel seines Lebens, das er bisher verschwiegen hat: seine Zeit bei der Waffen-SS. In den letzten Kriegsmonaten war er Mitglied der SS-Division "Frundsberg". In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Grass, dies habe ihn bedrückt. "Das musste raus, endlich."" (Quelle: http://www.br-online.de/kultur-szene/artikel/0608/15-grass-dabatte/index.xml)

Für "das musste raus" ist der Zeitpunkt (huch ... doch jetzt so kurz vor erscheinen des neuen Werkes ...) promotiontechnisch gesehen günstig: im Gespräch sein ein spätes Eingeständnis gezielt platziert und es funktioniert: das im Gespräch sein: Wieviele mehr werden das Buch jetzt erwerben? Die Blechtrommel finde ich genial, was die Erzähltechninken betrifft - ein Ritt durch alle möglichen literarischen Gestaltungsformen. Herrlich.

Mittwoch, 9. August 2006

ich könnte

ich könnte (auch) nachts leben.
nachts in der stille der nacht.
ich könnte auch am tag leben.
leben in der geschäftigtkeit des tages.
ich könnte auch leben. leben im LEBEN.

raum
stattes dessen beobachte ich.
die nacht, den tag, das leben.
die menschen. ich könnte auch
dazu gehören als teil von
etwas aber das fühle ich nicht.
ich könnte überall leben.


in allen zeiten der zeit
und als stern.

ich könnte kann nicht und lebe.

Freitag, 4. August 2006

Kindheit

ich weiß nicht was mir schlimmer scheint: eine rüttlige Kindheit aus der man erwächst oder eine Wunder volle Kindheitszeit aus der herraus man an der Entwunderung der Welt leidet.

Dienstag, 1. August 2006

37 minutenbild - zwischen der wirklichkeit und dem wunsch nach ewiger kindheit

Montag, 31. Juli 2006

hoffnung ist hoffnungslos


die hoffnung stirbt zuletzt also (nach dem glauben und der liebe)
danach ist alles beute reißen ...also komm ruhig ein stück in meine nähe ...

augenblicksaufnahme

frisch geräucherter fisch alter strom warnemünde

Linkspuren

ver*such dich und find etwas anderes ....

 

Kontakt

elsafin@aol.com

AN DICH ...

im traumtaumel (ver)tausche ich (fast) alles auch gedanken und gefühle welche sind deine und oder aber meine? wer ist wer hinter allem?

grad geschrieben

Oh . Wie schön.
Ich l i e b e ihre Bilder. Und ganz besonders: Das...
albannikolaiherbst - 8. April, 14:25
Komplett.
Innen wie außen. Sich pflegen. Jeden Teil. Ich...
malles - 8. April, 12:04
kleines kompliment zwischendurch
wenn Sie schreiben. bekommt die welt einen hellen...
malles - 6. März, 17:38

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Leonard Mlodinow
Feynmans Regenbogen

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