Auf einem Bein
Ich müsste lesen, denke ich. Dann wäre ich im Lesesaal zwischen Bücherstapeln sitzend, lesend und käme von einem ins andere (ich traue Büchern mehr seriös, mehr Wahrheit zu als Netzseiten - vielleicht handfest ein Buch anfassen kann und eine Netzseite veränderbar ist, ohne das wir diese Veränderungen bewusst wahrnehmen, nachweisen können (oder ich kann es (noch)nicht)), ich würde verstauben, weil es so lang dauert jedes Wissen aufzunehmen. Ich möchte aber jetzt schreiben und ohne jedes Detail beleuchtet zu haben oder die eine Theorie mit einer anderen aufzulösen. Schreibend auf einem Bein stehend.
Seit ein paar Tagen ist das morgendliche Schminken keine Gewohnheit sondern eher ein präziser Plan um einen Zufall zu kreieren. Ich las über die Wirkung der Farben und wählte einen Lippenstift aus mit dem auf die Sinnlichkeit der Konturen achtend meine Lippen überzog. In der Straßebahn gab es keinen Sitzplatz mehr und ich lief in die Richtung einer dieser Stangen an denen sich Halt bot, stolperte ich wie zufällig und verlor meine Tasche aus der die Unterlagen und mein Parfümzerstäuber hervorquollen. Sie lächelte freundlich und bückte sich (dabei schob sich ihr Rocksaum nach oben und gab die ihre zarten fast knochigen Oberschenkel ein wenig mehr frei. Ich nahm ihre verspielten Fesseln in den zierlichen Schuhen wahr. "Frauen wohnen wohl in Ihrer Handtasche. bemerkte sie fröhlich. Hingegen der Mann hinter mir, größer als ich, mit schwarzen dichten Haaren telefonierte unbeachtet dessen konsequent auf seinem Handy.
Seit ein paar Tagen ist das morgendliche Schminken keine Gewohnheit sondern eher ein präziser Plan um einen Zufall zu kreieren. Ich las über die Wirkung der Farben und wählte einen Lippenstift aus mit dem auf die Sinnlichkeit der Konturen achtend meine Lippen überzog. In der Straßebahn gab es keinen Sitzplatz mehr und ich lief in die Richtung einer dieser Stangen an denen sich Halt bot, stolperte ich wie zufällig und verlor meine Tasche aus der die Unterlagen und mein Parfümzerstäuber hervorquollen. Sie lächelte freundlich und bückte sich (dabei schob sich ihr Rocksaum nach oben und gab die ihre zarten fast knochigen Oberschenkel ein wenig mehr frei. Ich nahm ihre verspielten Fesseln in den zierlichen Schuhen wahr. "Frauen wohnen wohl in Ihrer Handtasche. bemerkte sie fröhlich. Hingegen der Mann hinter mir, größer als ich, mit schwarzen dichten Haaren telefonierte unbeachtet dessen konsequent auf seinem Handy.
elsa_fin - 7. November, 09:08



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