Dienstag, 17. Oktober 2006

sternengucker

bis gegen 21 uhr auf arbeit. teamrunde. auto eingeparkt und sterne gefunden beim aussteigen als hans guck in die luft stellte sich die frage - wie viele menschen die sterne noch s o sehn (oder überhaupt in der alltagshektik als wahr nehmen) und die stille,und weite und ewigkeit darin.wie ich es empfinde seelentröstlich unter ihnen zu stehen und den nachthimmel, wenn auch nur kurz in seinem tiefschwarzem blau zu begegnen. inne halten. es gleicht mich aus.

heut war ein wirklich, wirklich, wirklich ein faktischer dienst tag, der killte jede sehnsucht so was von nicht ganz:

Vergiß, vergiß und laß uns jetzt nur dies
erleben, wie die Sterne durch geklärten
Nachthimmel dringen; wie der Mond die Gärten
voll übersteigt. Wir fühlten längst schon, wies
gestickt spiegelnder wird im Dunkeln; wie ein Schein
entsteht, ein weißer Schatten in dem Glanz
der Dunkelheit. Nun aber laß uns ganz
hinübertreten in die Welt hinein
die monden ist.

Rilke (und Nina Hagen sprichts)


ist schön und nebenher werde ich einschlafen.

im mantel der nacht
aus fadensilber
gesticktes universum
legt auf den rücken
des trabenden schimmels
zwischen die flügel
die träume der wünsche
vergessen am horizont
eines sonnenaufgangs
wenn sich kein stern
zu tode fällt.
komm schenk mir
einen apfel mehr.

Halts Maul!

Der Traum der Magd

Am Morgen spricht die Magd ganz wild:
Ich hab heut nacht ein Kind gestillt --

ein Kind mit einem Käs als Kopf --
und einem Horn am Hinterschopf!

Das Horn, o denkt euch, war aus Salz
und ging zu essen, und dann --

»Halt's --
halt's Maul!« so spricht die Frau, »und geh
an deinen Dienst, Zä-zi-li-é!«

Christian Morgenstern


8:00 genau beschäftigen wir uns mal mit der notwendigkeit den sein am heutigen tage, das wort unterschichten scheint in allermunde zu sein und grad erforscht man sich zu den schuldigen durch - die sind gottsei dank nicht mehr an erforderlich verantwortungsstelle sondern scheffeln geld nach politikeraufstieg und (ver)fall nun in der freien wirtschaft. an der bildung liegts meine man. das versteh ich und denke klar und auch an das monatliche gehalt eines abgeordneten die reisekostenabrechungen derer, der bürokratieapperat europas - parallel zu den staatenkonstruktionen. kommt die finanzierung nicht aus steuern? wer zahlte, die denn jetzt nochmal? die masse, die unterschichten (nö) die mittelschichten (eventuell ja) ich freue mich auf noch mehr soziale unterschicht, die schon faktisch diesen zirkus nicht mehr finanzieren kann. oberschichten leben doch nur durch den gesteuerten unterschied zu anderen und dem geld der masse. was ist, wenn sie masse größer wird und von den geldern des sozialstaates lebt. richtig - wir machen eine sozialreform, damit das töpfchen nicht allzusehr ausgeschöpft wird (huch da hat jemand das system verstanden und arbeitet nicht mehr!?) das auflösen zu wollen ist reines gelaber und findet eh keine möglichkeit, nur als beruhigung der masse, weil mittlerweile auch die mittelschicht knarrt und knurrt. redliche arbeit bringt es nicht mehr ein. zum sterben zu viel zum leben zu wenig. dekadent und eigennützig empfinde ich die damen und herren anzugträger, mit sich selbst beschäftigt und bald konvergent der wirtschaft (die erschafft wenigsten noch und sagt wir wollen kohle) streben nach gewinn also wozu brauchen wir d a s dann noch, wenn eine marktwirtschaft auch frei funktioniert? was könnten wir sparen an zehn weniger abgeordneten, ausschüssen, dienstflügen, dienstreisen, banketts mit blumen,extrageschenken für den papst, der weltendreh funktionierte auch ohne diesen ganzen quatsch. der staat in einer demokratie soll doch ausgleichen oder nicht? so und nun wie oben bedichtet - an den dienst magd! pflege deinen status und erschaffe werte, die du nicht genießen wirst, selbst wenn du nachts unter der decke bücher liest.

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