Donnerstag, 3. August 2006

Panthervarianten

Hulda hockte sich in das Gras, beugte Ihren Körper nach vorn und spähte in der Höhe der Halmerispen durch die Wiese, in das das helle Rot eines Marienkäfers, der sich ein Blatt lang hangelte, das ersichtlich zu zart für ihn war. Dann richtetet Hulda sich auf, stand mit den Fußsohlen präsent immer noch vollständig auf der Erde. Sie nahm Ihren Kopf zurück in den Nacken und sah in den Himmel, der ohne Wolken der Sonne Freiraum zum Brennen ließ, nestelte mit den Fingern an einem Grashalm, den sie kantig abriß und sich dann zwischen die Zähne klemmte. Hulda lächelte und betrachtetet die umliegenden Felsen, deren glänzende, angenehm mineralische Oberfläche Huldas Augen aufsaugten.

Sie nährte sich gelegentlich an Farben. Wie ein Gesetzloser. Hulda sprach innen. Allein sein. Hier ist kein Mensch. Ist kein Mensch. Keine Menschen, kein Lärm, keine schrill schreienden Reize. Sanftheit nur Sanftheit. Das lärmende künstliche Bunt der Stadt schien hier nicht existent zu sein. Hulda sprach gestalte in gedanken einen sonotonen Ton, fast singend, trällernd; als könnten sie andere hören. Was ich nur such: Je mehr Möglichkeiten dann an der Vielfalt derer verhaklen in endlosen Gedankenbahnen ohne Abstand zwischen den einzelnen Impulsen fehlt der Zwischenraum für eine Entscheidung. Die Augen bewegen sich mikroskopisch klein von links nach rechts und der mir gegenüber ist: mich sitzend sieht auf einer Steinbank, scheint es als würde ich still sein, und mich nicht bewegen, nicht denken, nicht sein - nur still ausharren, lächeln, äußerlich wartend und nur selbst bemerkt zugrunde gehen. Die Bewegungslosigkeit ein Annahmenkäfig, ein Augenglanzräuber über die Jahre. Gefängnis eines Andersseins. Andersein in der Wahrnehmung. Warten auf eine Handlung, einen Schritt tun zu können. Hulda lächelte. Warten. Auf Erkenntnis, die eine Begegnung wie ein Lichterguß über meinen Körpern und Verzückung aber was werde ich in diesem Moment sehen, was fühlen? Hulda ich weiß nicht ... Hulda ich weiß nicht dieser Augenblick in seiner Ansicht käme dem Tod nahe. So vollkommen. Sie unterbrach sich und schulterte den Rucksack. Schritt weiter fort. Die Steine auf dem schmalen Bergweg knirschten unter Ihren Füßen. Bis 20. Uhr wollte sie im Kloster sein.

sein

meer


eine träne sein,
auf haut fließen,
in wunden brennen
an narben, die
richtung ändern
als wärs selbst erfahren,
auf den boden tropfen
und der sonne gehören.
zum regen werden
und dann zur blume
verblühen nach staub
kommt im wind fliegen
eine düne sein und
treiben lassen
mitten im meer
meer sein, ihre füße
umspülen, ihren arm
mit der narbe
wahr nehmen:
sie lacht als salz
auf vertrauter haut.

augenblicksaufnahme

Regenbogenfarben. Bunt. CSD-Day Berlin.

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im traumtaumel (ver)tausche ich (fast) alles auch gedanken und gefühle welche sind deine und oder aber meine? wer ist wer hinter allem?

grad geschrieben

Schön,
dass du Dinge fotografierend so fest halten kannst,...
EinGedicht - 14. Juni, 00:03
Schön.
:)
EinGedicht - 13. Juni, 15:43
traute
:D.
sternenfindelkind - 10. Juni, 14:21

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