Sonntag, 23. Juli 2006

verles mich darin und höre keimzeit wenn dinge an bedeutung verlieren

Hilde Domin (1909-2006)



Harte fremde Hände

Harte fremde Hände
sollen über mich fahren
wie Pflüge
und deine Wurzeln zerreißen.
Ich will meinen Körper einreiben
mit fremdem Schweiß
wie mit einer beizenden Salbe
daß alle Poren vergessen
wie du riechst.
Haare ohne Namen
sollen auf meiner Haut liegen
wie Tannennadeln auf dem Waldboden,
andere Lippen die Augen küssen
die für dich weinen.

Und meine Seele, die dich sucht
so natürlich
wie abends ein Vogel über das Meer fliegt,
verliert die Richtung
und kommt
nie wieder an Land.


nicht ganz: dinge bekommen eine neue andere bedeutung.

ventil

darf man das denn sagen: mir geht es nicht gut. mein bauch produziert tränen. mein kopf stellt alles in frage findet keine antworten, die seelenwut besänftigen. einen halt suchen mit flirrenden augen - keinen finden abrutschen sich nicht festhalten können oder mögen - an körpern, orten - lautlos schreien, brüllen um sich schlagen - mit einem skalpell in der hand welt zerschneiden, die als flimriges kinobild fläche für mein inneres ist. leinwand ist haut.

derweil jogge ich zügig - mein nachbar: hallo - oh heut ein wenig sport als ausgleich. ja ausgleich. über einen zugewiesenen platz toben ...

16052006-291

heute fühlt sich nichts gut an. mache mir was vor.

wind ist wind wenn man festlegt: wind ist wind.

heute ist frau fin ein wenig durch den wind - mag es an der vorstellung liegen, dass die liebsten zu wind werden können. im konkreten beispiel ist es ein liebster der den wind gibt und das nachts unter freiem himmel zu schlafen (frau fin läßt es sich die letzten zeiten nicht nehmen - dies standhaft bei zubehalten auch im allein zustand und wenn es andere ungewöhlich finden) es ist und es ist innig unter den sternen (großer wagen himmelsw(eh) - ach) zurück zu .......... wind - der ist ein geselle - schmiegt sich áuf nackter haut an als sommerhauch aus luft und plötzlich kalt im rücken mit wechsel zur frontalen gesichtsbrührung. ich nehme ihn wahr d e n wind und auch frau fin, sie schließt bereits die augen hin dem wind, dem schlaf, den träumen, der nacht ...

heute ist sonntag und ein morgen mehr. frau fin mag sonnentage nicht besonderlich. es fehlt die sichtbarkeit der sterne meint sie.

augenblicksaufnahme

Nach-Mitternacht

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im traumtaumel (ver)tausche ich (fast) alles auch gedanken und gefühle welche sind deine und oder aber meine? wer ist wer hinter allem?

grad geschrieben

Schön,
dass du Dinge fotografierend so fest halten kannst,...
EinGedicht - 14. Juni, 00:03
Schön.
:)
EinGedicht - 13. Juni, 15:43
traute
:D.
sternenfindelkind - 10. Juni, 14:21

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